AKW-Betreiber müssen zu Endlagerkonsens beitragen und Druck von Gorleben nehmen

Pressemitteilung

Zur aktuellen Greenpeace-Studie zur Zwischenlagerung von CASTOR-Atommüllbehältern erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik der grünen Bundestagsfraktion:

Der für November geplante CASTOR-Transport nach Gorleben muss  abgesagt werden. Die Strahlenbelastung am Zwischenlager Gorleben ist jetzt  schon bedenklich hoch. Mit der Einlagerung weiterer CASTOR-Behälter riskieren die Verantwortlichen eine Überschreitung des sogenannten Eingreifwertes der Genehmigung, der sofortige Maßnahmen zur Reduzierung der Strahlenbelastung erforderlich macht. Das wäre unverantwortlich und ist mit dem rechtlich verankerten Strahlenminimierungsgebot nicht vereinbar.

Außerdem wird immer deutlicher, dass Gorleben keine Lösung des Endlagerproblems ist. Vielmehr ist es Kern eines schier endlosen deutschen Großkonflikts. Nach dem Konsens über den Atomausstieg besteht erstmals auch die Chance, einen breiten gesellschaftlichen Konsens für eine bundesweite Endlagersuche zu erreichen. An deren Ende würde ein Standort stehen, der von politischen Mehrheiten unabhängig und als bestmöglicher auch gerichtsfest ist.

Die AKW-Betreiber können und müssen einen Beitrag leisten, damit wir in der Endlagerfrage den notwendigen Konsens erreichen können. Dafür müssen sie Druck von Gorleben nehmen und beantragen, ihren aus der Wiederaufarbeitung stammenden hochradioaktiven Atommüll zukünftig in den Zwischenlagern an den AKW-Standorten zu lagern. Dazu fordere ich die Betreiber auf.

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