AKW Fessenheim: Kotting-Uhl für rasche Abschaltung

Badische Neueste Nachrichten
Längerer Betrieb geplant?
Straßburg (dpa). Französische Politiker plädieren für einen Weiterbetrieb des elsässischen Atomkraftwerks Fessenheim. Die für 2016 geplante Schließung sei zu teuer und koste zu viele Arbeitsplätze, zitierte die Straßburger Tageszeitung „Dernières Nouvelles d’Al-sace“ aus einem Bericht zweier Parlamentarier.
Die französischen Abgeordneten Hervé Mariton (UMP) und der Sozialist Marc Goua beziffern darin die Gesamtkosten für die Schließung des ältesten Atomkraftwerks an der deutschen Grenze auf mindestens fünf Milliarden Euro. Angesichts der schwierigen Haushaltslage sei „es besser, eine Entscheidung über die Schließung aufzuschieben“, zitierte die Zeitung. Die französische Umwelt- und Energieministerin Ségolène Royal wies die Summe entschieden zurück. Diese Zahl sei falsch, sagte sie im französischen Rundfunk. „Ich werde nicht dem Druck einer Lobby nachgeben.“ Grundlage der Berechnung der Abgeordneten war eine mögliche Entschädigung des Fessenheim-Betreibers EDF für einen entgangenen Gewinnausfall
Eine noch spätere Stilllegung des AKW Fessenheim als 2016 sei inakzeptabel, erklärte dazu die Karlsruher Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl. Die Bundesregierung müsse die französische Regierung an die Zusage von Präsident Hollande erinnern, dass das älteste französische Kernkraftwerk spätestens 2016 abgeschaltet werde, so die atompolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag. Das an der Grenze liegende AKW sei besonders gefährlich.
Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | SÜDWESTECHO | 01.10.2014

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