AKW-Laufzeiten: Röttgen hält Erneuerbare in Schach

Pressemitteilung
Anlässlich der Äußerung von Umweltminister Röttgen zur Bedingung für
das Ende der Atomkraft erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für
Atompolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Röttgens Ansage, das Ende der Atomkraft in Deutschland an einen Anteil
von 40 Prozent der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion zu
koppeln, klingt nach einem In-Schach-Halten der Atomkraft. Tatsächlich ist
es aber ein In-Schach-Halten der Erneuerbaren Energien.
Die Kohärenz zwischen abnehmendem Atomstrom und wachsenden
Erneuerbaren Energien ist mit EEG und Atomausstieg verlässlich
hergestellt. Wer den Atomausstieg als Förderinstrument der Erneuerbaren
abräumt, verlangsamt deren Ausbau bewusst.
In den bisherigen Rahmenbedingungen war der Bundesverband der
Erneuerbaren Energien (BEE) überzeugt, 2020 einen Stromanteil von 47
Prozent zu liefern. Mit Röttgens geplanten Rahmenbedingungen mit jeder
Menge Atomstrom im Netz über 2020 hinaus wird das nicht gelingen.
Mit dem Kippen des Atomausstiegs wird das magere schwarz-gelbe Ziel
von 30 Prozent regenerativen Energieträgern an der Stromerzeugung im
Jahr 2020 zur “self fulfilling prophecy”. So schafft sich Röttgen die
Begründung für die Notwendigkeit der sogenannten Brückentechnologie
selbst.

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