AKW-Laufzeitverlängerung: Nein zu gefährlichem Unsinn

Pressemitteilung

Zum Plädoyer des Baden-Württembergischen Landwirtschaftsministers Peter Hauk für eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken erklärt Sylvia Kotting-Uhl MdB:

Teile der Union betreiben Profilierung auf Kosten eines Problems, das gelöst und nicht zur Selbstdarstellung ausgeschlachtet werden muss. Gerade diejenigen, die in der Vergangenheit Energiepolitik zugunsten der großen Energiekonzerne betrieben haben, sollten sich endlich darauf konzentrieren, die schweren Versäumnisse im eigenen Laden beim Klimaschutz anzupacken.

Niemandem ist geholfen, wenn grob irreführend suggeriert wird, es gäbe nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wir brauchen mehr Tempo beim Umstieg auf die neue, zukunftsfähige Energieversorgung, nicht weniger Tempo beim Ausstieg aus der alten, schädlichen. Ab 2030 soll der Strom in Deutschland zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen.

Bemerkenswert ist auch, wie gering Herr Hauk traditionelle Werte wie Vertragstreue und Verlässlichkeit schätzt. Den Koalitionsvertrag scheint er vergessen zu haben. Darin heißt es „Wir stehen zu unserer Verantwortung für den planmäßigen Ausstieg aus der Kernenergie.“ CDU-Landes-Chef Strobl muss solch gefährlichem Unsinn vorbeugen und parteiinterne Irrlichter zur Besinnung bringen.

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