Alternativen zur zweiten Rheinbrücke gefragt

Pressemitteilung

Zum Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans erklärt Sylvia Kotting-Uhl MdB, Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe:

Im Referentenentwurf des Bundesverkehrswegeplans wurde die zweite Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth der Kategorie „Vordringlicher Bedarf“ zugeordnet. Diese Einstufung der zweiten Rheinbrücke ist allerdings ganz offensichtlich eher Ergebnis lautstarker Lobbyarbeit als eines angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnisses.

Der vorliegende Bundesverkehrswegplan enthält viel zu viele Projekte. Das Geld wird längst nicht für alle reichen. Immerhin birgt die Vielzahl der im Bundesverkehrswegeplan enthaltenen falschen Versprechungen die Chance, dass die aktuell geplante zweite Rheinbrücke noch der Vernunft zum Opfer fällt.

Die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Rheinquerung steht für mich außer Frage. Bekanntlich wird die geplante neue Brücke aber keins der aktuellen Stau-Probleme lösen. Zu Recht haben dies auch Bundesrechnungshof und Rechnungsprüfungsausschuss moniert und weitere Untersuchungen eingefordert. Ziel muss sein, eine ökologisch verträgliche und Ressourcen schonende Mobilitätslösung zu finden, die die aktuelle Verkehrssituation entspannt. Eine Zweitbrücke, die die Stadt nur weiter mit Verkehr verstopft, kann für Karlsruhe kein „vordringlicher Bedarf“ sein. Wer auf diesem Weg einen Anschluss an die B36 mit Nordtangente durch den Hardtwald erzwingen will, hat nicht verstanden, dass mehr Verkehr und Baumkahlschlag die falschen Antworten auf den Klimawandel sind. Stattdessen muss dringend eine Ersatzbrücke in die Planungen einbezogen werden.

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