Antwort der Bundesregierung zu Atommüll – Zwischenlager Nord, Teil 2

Kleine Anfrage und die Antwort der Bundesregierung 

Das Zwischenlager Nord (ZLN), auch bekannt als Zwischenlager Lubmin, wird von den Energiewerken Nord GmbH (EWN) betrieben, die sich zu 100 Prozent im Eigentum des Bundes befinden. Die Kleine Anfrage „Atommüll – Zwischenlager Nord“ (Bundestagsdrucksache 17/3756) beschäftigte sich unter anderem mit unverpacktem Atommüll, der sich bereits im ZLN befindet und Atommüll, der zukünftig dort zwischengelagert werden soll. Hierzu verwehrte die Bundesregierung mehrere Angaben in ihrer Antwort auf Bundestagsdrucksache 17/4009 unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse; beispielsweise, dass die beiden im ZLN befindlichen Dampferzeuger (unverpackter Großkomponenten-Atommüll) aus dem Atomkraftwerk (AKW) Obrigheim stammen.

Diese Nichtangaben sind nicht nachvollziehbar angesichts der Tatsache, dass die EWN gegenüber den Medien nie einen Hehl daraus gemacht haben, woher diese beiden Dampferzeuger stammen. Dies belegen zahlreiche Berichterstattungen, unter anderem die Meldungen „Atommüll aus Obrigheim im Zwischenlager angekommen“ (Heilbronner Stimme, Oktober 2008) 1 und „Atomares Zwischenlager Nord zu 75 Prozent gefüllt – EWN plant keine weiteren Castortransporte nach Lubmin“ (Nachrichtenagentur dapd, 1. Dezember 2010).

weiterlesen in Bundestag-Drucksache Nr. 17/4575

 

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