Cattenom: Keine Konsequenz aus Stresstest

Pressemitteilung
Grüne Abgeordnete kritisieren fortbestehende Mängel aus EU-Stresstest / Kanzlerin Merkel muss sich endlich für Abschaltung einsetzen.

Die heutige Besichtigung des französischen Atomkraftwerks Cattenom von drei Abgeordneten und dem Atomexperten Dieter Majer hat ergeben, dass die im EU-Stresstest aufgezeigten Mängel nach wie vor nicht behoben sind. Insbesondere die notwendigen Maßnahmen zur Nachrüstung im Falle von Überschwemmungen, Erdbeben, Flugzeugabstürzen oder Terroranschläge sind nicht ausreichend erfolgt.

2015-01-23_Cattenom

v.l.n.r.: Dieter Majer, Sylvia Kotting-Uhl, Stephanie Nabinger, Corinna Rueffer

 
„Die Nachrüstungen müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden, um eine größtmögliche Schadensvorsorge zu gewährleisten.“, so Stephanie Nabinger, Atompolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. Corinna Rüffer, Bundestagsabgeordnete aus Trier, ergänzt: „Die steigende Zahl von Störfällen zeigt, dass Cattenom eine Gefahr für die Region ist und daher schnellstmöglich abgeschaltet werden muss.“

Im Hinblick auf die Bundesregierung fordert Sylvia Kotting-Uhl, Atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion: „Die Sicherheit der Bevölkerung muss oberste Priorität haben. Die Kanzlerin muss sich daher endlich auf höchster Ebene für die Abschaltung des Kraftwerkes einsetzen. Auf einer Klausurtagung der rheinland-pfälzischen CDU versprach sie, die Angelegenheit zur Chefsache zu machen. Passiert ist seit dem nichts.“

Print Friendly, PDF & Email

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://kotting-uhl.de/site/cattenom-keine-konsequenz-aus-stresstest/