Das Atommüll-Problem lässt sich nur solidarisch, fair und ehrlich lösen

Pressemitteilung
Zur CDU-Kritik an der Zwischenlagerung von Atommüll aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Philippsburg, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:
Eine Lösung des Atommüllproblems wird es nur geben, wenn die Lasten solidarisch und gerecht verteilt werden. Und wenn gerade die, die stets am lautesten nach Atomkraft gerufen haben, sich dem Strahlenmüll und der eigenen Verantwortung ehrlich stellen. Geheuchelte Bedenken der CDU helfen niemandem – sie führen die Bevölkerung in die Irre und gehen zulasten der parteiübergreifenden Kooperationsbereitschaft, die noch lange notwendig ist, um das Atommüll-Problem zu lösen.
Die Laufzeitverlängerung für das AKW Philippsburg, die gerade die baden-württembergische Union so vehement gegen den mehrheitlichen Willen der Bevölkerung wollte, hätte eine Zusatzbelastung von über 50 Castoren mit hochradioaktivem Inhalt und beträchtliche Reaktor-Risiken bedeutet, eine gravierende Gefahr. Gerade diejenigen Politiker, die für den Irrsinn dieser Laufzeitverlängerung waren, sind in der Pflicht, umso seriöser und selbstkritischer mit dem Atommüll-Problem umzugehen.
Die Aufnahme von fünf Castoren mit mittelradioaktivem Atommüll ist für die Anwohner zweifelsohne eine Belastung. Sie ist aber auch Teil eines Kompromisses, der den Philippsburgern ein beträchtliches Maß Risiko aus dem Reaktorbetrieb von Philippsburg 1 und die zehnfache Anzahl Castoren mit deutlich gefährlicherem Inhalt erspart hat.
Selbstverständlich müssen für eine Zwischenlagerung in Philippsburg alle notwendigen Sicherheitsanforderungen erfüllt sein. Sonst kann sie nicht genehmigt werden.

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