Demonstration in Fessenheim am 26. April 2015 zum Tschernobyl-Jahrestag

Pressemitteilung

Anlässlich des 29. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und der Demo in Fessenheim erklärt die Karlsruher Abgeordnete Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN::

Bereits zum 29. Mal jährt sich die verheerende Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Bis heute gibt es massive Probleme auf der havarierten Anlage und viele offene Baustellen. Noch immer ist die Finanzierung des neuen Sarkophags über dem explodierten Reaktor 4 nicht gelöst. Weder sind die Brennelemente aus den anderen drei Reaktoren entfernt noch besteht ein umfassendes System zur zivilen Notfallplanung – und das in dem Land mit dem ersten Super-GAU!

Die Erinnerung an das Unglück, aber vor allem die offensichtliche Überforderung der Staatengemeinschaft, die Folgen eines atomaren GAUs zu bewältigen, bringen mich dazu in diesem Jahr, an der Demonstration in Fessenheim teilzunehmen. Fessenheim ist das älteste und wohl gefährlichste Atomkraftwerk in Frankreich. Die Auslegung des AKW ist veraltet, das Gelände überschwemmungsgefährdet und darüber hinaus liegt es in einem Erdbebenrisikogebiet. Zudem hat es das dünnste Fundament von allen französischen AKW, was zu besonders schlimmen Auswirkungen eines Kernschmelze-Unfalls führen kann. Fessenheim gehört endlich abgeschaltet. Jedes weitere Jahr ist ein Risiko. Die Bundesregierung muss sich aktiv dafür einsetzen, dass Fessenheim wie geplant 2016 vom Netz geht.

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