Die Atomkatastrophe von Fukushima wäre vermeidbar gewesen

Pressemitteilung

Anlässlich des heute vorgelegten Berichts der japanischen Untersuchungskommission zur Atomkatastrophe in Fukushima erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Trotz des vernichtenden Ergebnisses der Untersuchungskommission und der zunehmend großen Protestaktionen innerhalb der Bevölkerung wurde heute in Japan das erste Mal seit der Katastrophe wieder Atomstrom produziert. Richtig wäre gewesen, die skandalösen Vorfälle in Fukushima erst aufzuklären, bevor wieder ein Atomkraftwerk Strom generiert. Noch besser wäre es, direkte Schlüsse aus den Fehlern der Vergangenheit zu ziehen. Das kann nur heißen: Keine weitere Nutzung von Atomstrom.

Der Bericht der japanischen Untersuchungskommission besagt, dass das Reaktorunglück von Fukushima am 11. März 2011 vermeidbar gewesen wäre. Die Katastrophe ist auf verheerende Sicherheitsmängel und verantwortungslose Kungeleien zwischen dem Betreiber Tepco, der Regierung und der zuständigen Atomaufsichtsbehörde zurückzuführen. Alle wussten, dass das Atomkraftwerk nicht den Sicherheitsauflagen entspricht und einem schweren Erdbeben oder Tsunami nie würde standhalten können. Das Risiko wurde in Kauf genommen.

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