Einladung Energiestammtisch Westhausen

Donnerstag, 27. März 2014 um 19 Uhr
Festhallengaststätte Westhausen, Jahnstr. 1, 73463 Westhausen

FUKUSHIMA – Heute

Die Betroffenheit und Anteilnahme mit Menschen, die von einer Katastrophe getötet oder Ihrer Existenz beraubt sind, geht sehr schnell vorbei. Konsequenzen aus den Ursachen werden gerne wieder fallen gelassen.

Sind die Eregnisse aus den Titelzeilen der Medien verschwunden, ist es gut, wenn Jahrestage diese Betroffenheit wieder wach werden lassen.

Betroffen macht auch Folgendes:

Der Ostalbkreis bemüht sich derzeit angestrengt darum, ca. 500 Migranten menschenwürdige Unterkünfte zu bieten. Dagegen sieht der Evakuierungsplan des AKW Gundremmingen ganz locker vor, ca. 10.000 Menschen Menschen aus Burgau und Umgebung im Ostalbkreis unterzubringen – und das in der ersten Evakuierungsphase bis 10 km um das AKW. siehe: https://www.kkw-gundremmingen.de/download/Ratgeber_Bevoelkerung.pdf
Aalen und Schwäbisch Gmünd sind in erster Line zur Aufnahme verpflichtet.

Wie wird das geschehen?
Wo finden diese Frauen, Männer und Kinder Unterschlupf?
Wie werden sie versorgt – über Tage, Wochen, Monate, Jahre hinweg?
Wie erhalten sie wieder eine Zukunft?

Gundremmingen ist derzeit das größten Zwischenlager für Atommüll. Der erste Reaktorblock A wird seit einem Störfall mit wirtschaftlichem Totalschaden (Schnellabschaltung mit Fehlfunktion in Folge eines Kurzschlusses) seit 1983 zurückgebaut. Der Reaktorblock kann erst vollständig abgebaut werden, wenn Schacht Konrad als Endlager für restliche Atomabfälle fertiggestellt wurde. Die Blöcke B und C entsprechen der Bauweise denen von Fukushima. Sie sind Siedewasserreaktoren, jedoch im Gegensatz zu Fukushima nicht mit zwei, sondern mit nur einem Kühlkreislauf versehen.

Fukushima galt als besonders sicher gegen Schäden durch Erdbeben.
Ein Erdbeben war die Ursache für das Entstehen des Unglücks.
Die Folgen des Erbebens hat die Havarie bewirkt.

Den Verlauf der Katastrophe im AKW bei Fukushima, die letztendlich wie die anderen bisherigen Havarien von Atomkraftwerken (Tree Miles Island, Tschernobyl) auf menschliches Versagen zurückzuführen ist, ist unter https://de.wikipedia.org/wiki/TEPCO detailliert beschrieben.

Wie ist die Situation den Menschen, Städte und Gemeinden um Fukushima?
Wie sieht es heute, nach 3 Jahren, dort aus?
Was lernen wir daraus?

Sylvia Kotting-Uhl (MdB), atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN berichtet über ihren Vor-Ort-Besuch in Fuksuhima.

Ende letzten Jahres jagte eine Hiobsbotschaft zu Fukushima die nächste. Dies nahm Sylvia Kotting-Uhl zum Anlass, zum vierten Mal seit der Atomkatastrophe vom 11. März 2011 nach Japan zu reisen.

Ziel der Reise vom 6.-13. Dezember 2013 war einerseits, sich ein möglichst unverzerrtes Bild der Situation und Lösungsansätze vor Ort zu machen. Andererseits galt es herauszufinden, welche Unterstützung Japan braucht und ob ein japanischer Atomausstieg noch eine Chance hat. Als erste deutsche Parlamentarier betrat sie den Ort der Kernschmelze des havarierten Fukushima Daichi. Ein weiterer Sperrzonenbesuch führte sie zur „Toten Stadt“.

Ihre zahlreichen GesprächspartnerInnen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und auch Nichtregierungsorganisationen führten sie darüber hinaus ins japanische Parlament, an die Universität, zur neu formierten Atomaufsicht.

Ein Bericht, der sicherlich unter die Haut geht.

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Energiestammtisch Westhausen-Lauchheim
Peter Kuch

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