EnBW schielt nur noch auf Profit

Pressemitteilung
Anlässlich der Ankündigung des Energiekonzerns EnBW, das Atomkraftwerk Neckarwestheim 1 zu drosseln, um die andernfalls fällige Abschaltung zu verhindern, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:
Die EnBW verbeißt sich immer mehr darin, ihren ältesten Goldesel am Netz zu halten. Je stärker der Konzern auf die erhofften Profite durch eine Laufzeitverlängerung schielt, umso mehr gerät aus dem Blick, dass Neckarwestheim 1 einer der ältesten und pannenanfälligsten Atommeiler der Republik ist. Das ist unverantwortlich. Im Interesse der Sicherheit muss der Pannenmeiler so schnell wie möglich vom Netz.
Offensichtlich sind die erhofften Gewinne so enorm, dass es sich lohnt, über Monate hinweg Mindereinnahmen aus einem gedrosselten Betrieb zu verschmerzen. Energiepolitisch schießt EnBW damit letztlich ein Eigentor: Denn die Drosselung stellt unter Beweis, dass der Atomstrom aus Neckarwestheim zur Stromversorgung überhaupt nicht gebraucht wird.

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