Grüne Positionen: Energieforschung in Zeiten von Atomausstieg und Energiewende

Positionspapier

Deutschland steht vor der historischen Chance und epochalen Herausforderung, als erste der großen Industrienationen die Transformation in eine postnukleare und CO2-neutrale Energiewirtschaft zu meistern.

Damit der Umbau zu einer vollständigen Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien innerhalb der nächsten Jahrzehnte gelingt, müssen die Rahmenbedingungen stimmen: die gesellschaftlich-politischen ebenso wie die technischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen. Bei der politischen Steuerung und aktiven Ausgestaltung der notwendigen Umbrüche besteht dringender Handlungsbedarf. Trotz vielseitiger Forschung und Entwicklung an den Universitäten und Fachhochschulen und bei verschiedenen Unternehmen, die zusammen die Möglichkeit einer Energiewende erst eröffnet haben, fehlen für viele der vor uns liegenden Aufgaben noch nötige Grundlagen: Speicher-Technologien wie auch Mobilitätskonzepte und energetische Lösungen im Gebäudebereich sind nicht ausreichend erforscht und entwickelt; der Netzausbau kommt nicht voran, weil sowohl das Wissen über genaue Bedarfe wie auch Methoden der frühzeitigen Beteiligung der davon betroffenen Bevölkerung nicht präsent sind; interdisziplinäre Forschung zu der grundlegenden Veränderung, die eine Energiewende mit ihren dezentralen Strukturen für die Gesellschaft bedeutet, wird in der Hochschullandschaft eher ab- als ausgebaut. Das zweite Standbein der Energiewende – die Effizienz – ist noch kaum belastbar. Um die Ziele der Energiewende erreichen zu können, muss die Energieforschungspolitik in Deutschland neu justiert werden.

der komplette Beschluss als PDF-Datei…

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