Erneute Stresstest-Analyse ergibt: Atomkraftwerke Fessenheim und Beznau deutlich gefährlicher als bisher bekannt

Pressemitteilung

Anlässlich der heute veröffentlichten Stresstest-Analyse zu den Atomkraftwerken Fessenheim und Beznau, die im Auftrag des Baden-Württembergischen Umweltministeriums vom Öko-Institut und dem Physikerbüro Bremen erstellt wurden, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Die umfassende Bewertung der beiden grenznahen Atomkraftwerke Fessenheim und Beznau, die an den Maßstäben der deutschen Reaktorsicherheitskommission angelegt worden sind, zeichnet ein deutliches Bild: Das Sicherheitsrisiko ist entschieden größer als bisher bekannt. Die deutsche Bundesregierung muss sich endlich der Risiken annehmen, die von grenznahen Atomkraftwerken im Ausland ausgehen. Das bisher praktizierte Desinteresse der Bundesregierung gefährdet die Bevölkerung. Beide Uralt-AKW gehören abgeschaltet.

Die Analyse hat gezeigt, dass der europaweite Stresstest nicht annähernd den sicherheitstechnischen Maßstäben entspricht, die inzwischen bei deutschen Atomkraftwerken angelegt werden. Hier muss dringend nachgebessert und ein einheitliches Bewertungssystem entwickelt werden, das allen sicherheitsrelevanten Anforderungen gerecht wird.

Die Anlagen liegen in den untersuchten Bereichen Erdbeben, Überflutung, Brennelement-Lagerbecken, elektrische Energieversorgung und Kühlwasserversorgung weit hinter den deutschen Sicherheitsstandards und weisen deutliche Schwachstellen auf.

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