Kotting-Uhl, MdB, Bundestag, Bündnis 90/Die Grünen, Karlsruhe

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„Es war viel Arbeit“

Badische Neueste Nachrichten

Karlsruhe (tob/fer). KIT-Forscher Armin Grunwald klingt erleichtert: „Es war ein unglaublicher Aufwand“, blickt Grunwald zurück auf die Arbeit der Kommission „Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“. Gut zweieinhalb Jahre lang arbeitete die Kommission daran, nicht nur klare Kriterien und Bedingungen für ein zukünftiges Endlager festzulegen, sondern auch das weitere politische Vorgehen zu beschreiben. Dem Gremium, das von den früheren Umweltstaatssekretären Ursula Heinen-Esser (CDU) und Michael Müller (SPD) geleitet wurde, gehörten 33 Mitglieder an – 16 Politiker aus Bund und Ländern, acht Wissenschaftler sowie acht Vertreter aus der Industrie, den Gewerkschaften, Umweltverbänden und Religionsgemeinschaften. Die Komplexität des Themas sei „ein ganz zentraler Grund“ gewesen, so Grundwald, „warum das so viel Arbeit war.“

Die Karlsruher Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl, die ebenfalls in der Kommission vertreten war, zeigte sich gestern zufrieden. Auch innerhalb der Kommission habe es den erhofften breiten Konsens gegeben. „Mit unseren Empfehlungen eröffnen wir die Möglichkeit eines fairen und gerechten Verfahrens,“ erklärte sie gegenüber dieser Zeitung. Gerade die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beim weiteren Verfahren sei nun von entscheidender Bedeutung. „Partizipation ist ein Schlüsselwort“, so Kotting-Uhl.

Atomtage

Die Endlagersuche und der Bericht der Kommission sind auch ein zentrales Thema der diesjährigen Karlsruher Atomtage von Donnerstag, 14. Juli, bis Samstag, 16. Juli. Zahlreiche prominente Gäste und Atomexperten werden zu den Veranstaltungen und Diskussionsrunden erwartet. Weitere Informationen und das Programm gibt es im Internet unter www.atomtage.de

 

Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe| POLITIK | 06.07.2016