Kotting-Uhl, MdB, Bundestag, Bündnis 90/Die Grünen, Karlsruhe

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Fachgespräch zum Umgang mit grenznahen AKW

Fachgespräch am 10. März 2017 in Berlin

Grenzwertiges Risiko oder wie kommen wir zu einem Europa ohne Schrottreaktoren?

Am 25. März 2017 wird der Vertrag zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM), dessen Ziel unverändert „die Voraussetzungen für die Entwicklung einer mächtigen Kernenergie zu schaffen“ ist, 60 Jahre alt. Die Privilegierung der Atomkraft ist so antiquiert und hinfällig wie die alten und maroden Atomkraftwerke, die in direkter Nähe zur deutschen Grenze stehen. Unzureichender Schutz gegen Erdbeben und Überschwemmungen bei den französischen Meilern Cattenom und Fessenheim, tausende Risse im Grundmaterial der Reaktordruckbehälter der belgischen AKW Doel 3 und Tihange 2 sowie ähnliche Materialschäden im dienstältesten Atomkraftwerk der Welt in Beznau, das in der Schweiz nur wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze liegt.

Doch die Bundesregierung tut nichts dagegen, sondern verweist bei allen Anfragen nur auf die Souveränität der Nachbarstaaten. Dabei birgt der Betrieb dieser unsicheren AKWs nicht nur für die Menschen in den jeweiligen Ländern unbeherrschbare Risiken, sondern auch für uns in Deutschland. Die Wolke macht nicht an der Grenze halt. Nur wenn diese Risiko-AKWs umgehend abgeschaltet werden, kann die Bevölkerung hier wie dort vor den Gefahren geschützt werden. Unser Ziel ist eine Welt ohne Atomkraft.

Nachfolgend die Präsentationen des Fachgesprächs als pdf:

I. Das Risiko an unseren Grenzen

Risiken des grenznahen AKW Fessenheim
Präsentation: Professor Dr. Manfred Mertins, Atomsicherheitsexperte

 

 

AKW Cattenom
Dieter Majer, Atomexperte und Stresstestbeobachter
(Vortrag wurde ohne Präsentationsfolien gehalten)

 

 

Mögliche radiologische Auswirkungen eines Versagens des Reaktordruckbehälters des KKW Tihange 2
Präsentation: Mag. Dr. Nikolaus Muellner, Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften Universität für Bodenkultur Wien

 

 

AKW Beznau-Ultraschallbefunde im Reaktordruckbehälter
Präsentation: Dipl.-Ing. Simone Mohr, Öko-Institut Darmstadt

 

 

II. Ziel: Europa ohne Schrottreaktoren

Möglichkeiten für mehr Mitsprache bei grenznahen AKW  
Präsentation: Dr. Dörte Fouquet, Kanzlei Becker Büttner Held

 

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