Kotting-Uhl, MdB, Bundestag, Bündnis 90/Die Grünen, Karlsruhe

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Fragen zu besorgniserregenden Erkenntnissen über belgische AKW Doel und Tihange

Bei der Fragestunde an das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit am 30. November waren auch die belgischen AKW Doel und Tihange Thema. Meine Frage dazu:

Welche Kenntnisse hat die Bundesregierung zu zwei Briefen* der belgischen Atomaufsicht FANC an den Atomkraftwerks-Betreiber Electrabel vom Juli und September 2016, in dem die Sicherheitskultur des Atomkraftwerks Tihange nicht nur stark kritisiert wird, sondern auch – basierend auf der Studie zum Brandschutz „Fire PSA“ – für die Atomkraftwerke Doel 3 und 4 sowie Tihange 1, 2 und 3 die „alarmierende Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze“ untermauert wird und was hat die Bundesregierung hinsichtlich dieser besorgniserregenden Erkenntnisse konkret unternommen (vgl. „Sûreté nucléaire : Deux lettres accablantes et alarmantes destinées à Electrabel“ vom 19. November 2016. Online unter URL: https://www.lalibre.be/actu/belgique/surete-nucleaire-deux-lettres-accablantes-et-alarmantes-destinees-a-electrabel-582f70d6cd70735194a3ed84)?

Die Antworten von Rita Schwarzelühr-Sutter, Parl. Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bei der Plenarsitzung des Bundestages, hier im Protokoll zum Nachlesen.

 

* Die Briefe von Jan Bens, Generaldirektor der belgischen Atomaufsicht

1. Brief an Philippe Van Troeye Generaldirektor von ENGIE (Engie Electrabel = belgischer Stromversorger/Betreiber von Tihange und Doel) vom 1. Juli 2016 zu Verstößen im Bereich des Brandrisikos/des Brandschutzes. Untersuchungen haben verheerende Ergebnisse hinsichtlich des Brandrisikos ergeben und es gibt alarmierende Wahrscheinlichkeitswerte einer Kernschmelze für die Blöcke Doel 3 und 4 und Tihange 1, 2 und 3 (für Doel 1 und 2 werden die Untersuchungen noch durchgeführt.)

Zum Nachlesen: 1. Brief in deutscher Übersetzung oder hier der Originalbrief

 

2. Brief an an Isabelle Kocher, der Vorsitzenden des Verwaltungsrats von Electrabel vom 2. September 2016 mit umfassender Kritik an der Sicherheitskultur und der seit „mehr als einem Jahr bestehenden Unfähigkeit von Electrabel, strukturell, schnell und effizient“ zu reagieren und das Sicherheitsniveau in Tihange zu erhöhen.

Zum Nachlesen:  2. Brief in deutscher Übersetzung oder hier der Originalbrief

 

Mehr dazu auch in meinem Interview auf bundestag.de