Gau-Risiko im Südwesten Deutschlands muss umgehend reduziert werden!

Pressemitteilung
Zu der Analyse des Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz, dass das Risiko eines nuklearen Unfalls alle 10 bis 20 Jahre wahrscheinlich ist, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:

Die Studie untermauert wissenschaftlich eine Erkenntnis, die wir Atomkraftkritiker bereits seit den in Abstand von wenigen Jahrzehnten eingetretenen Kernschmelzen in Harrisburg, Tschernobyl und Fukushima besitzen.

Neu ist dagegen die Erkenntnis, dass Südwestdeutschland im weltweiten Vergleich das höchste Risiko einer radioaktiven Kontamination durch schwere Reaktorunfälle trägt. Die zahlreichen grenznahen Atomkraftwerke in Frankreich, Belgien und der Schweiz müssen deswegen beim europaweiten Stresstest genauestens unter die Lupe genommen werden. Besonders die alten französischen Atomkraftwerke Fessenheim und Cattenom sowie das nur rund 10 Kilometer hinter der deutschen Grenze liegende Atomkraftwerk Beznau 1 in der Schweiz müssen schnellstmöglich abgeschaltet werden. Nicht nur wegen der Bedrohung für Süddeutschland, sondern zur Erhöhung der Sicherheit der jeweils eigenen Bevölkerung.
Das Bundesumweltministerium muss sich darum kümmern, das Sicherheitsrisiko im dicht besiedelten Südwesten Deutschlands zu reduzieren! Wir unterstützen die Forderung der Mainzer Forscher, eine Neubetrachtung der AKW-Risiken einzuleiten. Ein international koordinierter Atomausstieg muss endlich angegangen werden.

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