Glyphosat-Neuzulassung verhindern

Pressemitteilung

Zur gestrigen Bundestagsdebatte über die Neuzulassung des Pestizidwirkstoffs Glyphosat erklärt die Karlsruher Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl:

Umweltministerin Hendricks (SPD) erklärte gestern, einer Glyphosat-Neuzulassung nicht zuzustimmen. Damit hat sie sich gegen Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) gestellt. Es bleibt unklar wie die Bundesregierung sich in Kürze in Brüssel verhalten wird. Den Bundestag darüber entscheiden zu lassen, wie Deutschland sich zur weiteren Anwendung des umstrittenen Unkrautvernichters verhält, hat die Koalition gestern verhindert. Unser Antrag dazu wurde von CDU/CSU und SPD abgelehnt.

Wer das europäische Vorsorgeprinzip ernst nimmt, darf Glyphosat jetzt nicht erneut zulassen. Schon gar nicht so weitgehend uneingeschränkt, wie die EU-Kommission vorschlägt. Die von den WHO-Experten attestierte Krebsgefahr ist nicht widerlegt. Die Fehler in der Bewertung des deutschen Instituts für Risikobewertung sind nicht aufgeklärt, etliche weitere Risiken für Umwelt und Gesundheit sind in der bisherigen Bewertung nicht berücksichtigt.

Ich unterstütze Ministerin Hendricks und hoffe, dass ihre Auffassung sich in der Bundesregierung durchsetzt: Deutschland darf der erneuten Glyphosat-Zulassung nicht zustimmen. Das Ackergift darf nicht auf Kosten von Umwelt und Verbrauchern weiter angewandt werden. Deutschland sollte dem Beispiel Frankreichs folgen und die Neuzulassung ablehnen.

Weitere Informationen: Glyphosat-Ausstieg jetzthttps://www.gruene-bundestag.de/index.php?id=4396703

Grüner Antrag „Vorsorgeprinzip ernst nehmen – Keine erneute Genehmigung für Glyphosat“

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