Gorleben: Abschlussbericht des Ermittlungsbeauftragten bestätigt: Eine Nachuntersuchung ist in den Akten nicht zu finden!

Kurzbericht Untersuchungsauschuss

Der Untersuchungsausschuss hörte am 22. September 2011 in einer nicht öffentlichen Sitzung den Abschlussbericht  des  Ermittlungsbeauftragten  Dr.  Gerold  Lehnguth.  Dr.  Lehnguth  wurde  vom Untersuchungsausschuss beauftragt, zwischen Januar und Oktober 2011 die  immense Vielzahl an Akten des   Bundesamtes   für   Strahlenschutz   (BfS)   mit   Blick   auf   ihre   Relevanz für den Untersuchungsauftrag zu sichten und einschlägige Dokumente auszuwählen.

Auswahl und Prüfung des Aktenbestandes

Bereits im März 2011 legte der Ermittlungsbeauftragte einen Zwischenbericht zu seiner Arbeit vor und nun seinen Abschlussbericht.

Dr. Lehnguth und seine MitarbeiterInnen haben sich durch einen großen Aktenbestand gearbeitet. Die Zahl der Akten und Datensätze beläuft sich auf insgesamt 7.623, die in schätzungsweise 5.600 bis 5.800 Ordnern untergebracht sind. Davon wurden 1.165 Akten einer Vollprüfung unterzogen.

Keine Belege für eine Nachuntersuchung der KEWA gefunden

Der Ermittlungsbeauftragte teilte auf Nachfrage der Grünen Obfrau Sylvia Kotting-Uhl mit, dass er keine  Nachuntersuchung  der  Kernbrennstoff-wiederaufarbeitungsgesellschaft  (KEWA)  gefunden habe,  in  der  Gorleben  als  der  am  besten  geeignete  Standort  benannt  würde.  Da  selbst  in  den riesigen Aktenmengen keinerlei Beleg für die Nachuntersuchung zu finden ist, erhärtet sich erneut der  Verdacht,  dass  die  Studie  schlichtweg  nicht  existiert  und  Gorleben  auf  keinen  Fall  unter politisch und wissenschaftlich unabhängigen Gesichtspunkten ausgewählt worden ist.

Nächster Sitzungstermin

Die nächste Sitzung des Untersuchungsausschusses findet am 29. September 2011 statt, als Zeugen werden Jürgen Schubert und Walther Leisler Kiep gehört.
Die Sitzung ist öffentlich, eine Anmeldung ist erforderlich.

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