Gorleben: Sanders verzweifelter Versuch der Irreführung

Pressemitteilung

Anlässlich der heute vom niedersächsischen Umweltminister vorgestellten Arbeit zur Auswahl Gorlebens, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen:

Die heute von Umweltminister Sander vorgestellte Arbeit Anselm Tiggemanns belegt keinesfalls, dass Gorleben sachgerecht ausgewählt wurde. Erstens schreibt Tiggemann, Gorleben sei im zweiten Anlauf erst auf Bitte der niedersächsischen Landesregierung hin betrachtet worden. Zweitens wurde die Betrachtung nicht von einer unabhängigen Behörde durchgeführt, sondern der KEWA, einem Unternehmen der Atomwirtschaft. Drittens lag das Ergebnis der zweiten KEWA-Studie auf wundersame Weise bereits nach rund drei Wochen vor. Zum Vergleich: Für die erste Studie, in der Gorleben gar nicht auftauchte, benötigte man ganze 11 Monate.

Umweltminister Sander ist ein bekennender Gorleben- und Atomkraft-Fan. Die heute von ihm präsentierte Auftragsarbeit Anselm Tiggemanns ist ein durchschaubares Manöver. Bedauerlicherweise trägt es nichts zur Versachlichung der Debatte bei, sondern wird nur neuen Unmut in der Bevölkerung erzeugen. Es wäre schön, wenn Herr Sander die ihm und seinem Ministerium zur Verfügung stehenden Ressourcen endlich einmal für einen sachgerechten Beitrag in der Endlagerpolitik nutzen würde.

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