GRÜNE erneuern Kritik an RDK8

Kohlekraft ist Klimazerstörung

Anlässlich des Tags der Offenen Tür zur Inbetriebnahme des Kohlekraftwerks RDK8 am 11. Oktober 2014 in Karlsruhe erklären die Gemeinderatsmitglieder Bettina Lisbach und Daniela Reiff sowie die Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl:
In der Einladung zum Festakt der Inbetriebnahme von RDK 8 betont der EnBW-Vorstand, der neue Steinkohleblock setze weltweit Maßstäbe in Sachen Umweltschutz und Flexibilität. Die Karlsruher Grünen sehen das anders. „Es ist für uns nach wie vor unverständlich, dass eine große Mehrheit im Gemeinderat 2007 mit dem Bebauungsplan den Weg für RDK8 geebnet hat“ so Fraktionsvorsitzende Bettina Lisbach. „Schon damals war absehbar, dass neue Kohlekraftwerke Umweltschutz und Energiewende behindern und auch nicht mehr wirtschaftlich sind.“
“Bei der Kohleverbrennung werden neben dem Klimakiller CO2 große Mengen an Feinstaub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und sogar Arsen, Blei und Quecksilber ausgestoßen. Uns ist schleierhaft, wie man weiterhin tatenlos zusieht, dass saubere Gaskraftwerke von den Kohledrecksschleudern allerarten aus dem Markt gedrängt werden”, ergänzt die energiepolitische Sprecherin der Grünen Gemeinderatsfraktion, Daniela Reiff. „Wir werden die Entwicklung der Luftschadstoffe in Karlsruhe genau beobachten und uns gegenüber der EnBW und auch bei der Landesregierung weiterhin für eine Reduktion der Gesamtemissionen der EnBW-Altanlagen einsetzen, zum Beispiel durch eine rasche Abschaltung von RDK7.“
Die Fraktion fordert von der EnBW ein Gesamtkonzept für die Altanlagen der EnBW im Rheinhafen, das auf eine sukzessive Reduktion der Schadstoff- und Klimabelastungen abzielt und konkrete Umsetzungsschritte festschreibt.
„Der angeblich “starke Partner für die Energiewende” RDK8 stößt über 700 g CO2 pro Kilowattstunde aus. Das ist ein klarer Beitrag zur Klimazerstörung und nicht zum Klimaschutz, dem die Energiewende dienen soll.“ stellt die atompolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion Sylvia Kotting-Uhl fest. “Ich bedaure, dass ausgerechnet in Karlsruhe das vermutlich letzte Kohlekraftwerk Baden-Württembergs ans Netz geht.”
Am Tag der Offenen Tür werden die Grünen mit einem Infostand auf dem Kraftwerksgelände über ihre Alternativen zu Kohlekraft und grüne Vorstellungen zur Energiewende informieren.

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