Kotting-Uhl, MdB, Bundestag, Bündnis 90/Die Grünen, Karlsruhe

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Grüne Spitzenfrauen geben sich kämpferisch

Wahlkampf begann mit einer Tollhaus-Party

hgk. Wenn es bekanntermaßen im Mai besonders schön grünt, dann steigen diesmal die Europa- und die Kommunalwahlen. Und die Grünen gehen selbstbewusst in den Wahlkampf. Dies wurde am Freitagabend deutlich, als der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen im „Tollhaus“ zur gut besuchten „Politischen Frühlingsparty“ geladen hatte. Dabei wurde das Team vorgestellt, mit dem man möglichst viele Sitze im Gemeinderat erobern will.

In kurzen Statements gingen drei Rednerinnen auf unterschiedliche politische Themen ein. Bettina Lisbach, die Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, listete die Politikfelder auf, auf denen die Grünen in der Stadt ihrer Ansicht nach gepunktet haben.

Dazu zählen der Ausbau des Radwegenetzes und das erweiterte Angebot an Kitas und Gemeinschaftsschulen. Eine Kernforderung der Grünen bleibe die Umsetzung der nun im Prinzip beschlossenen Investitionen in den kommunalen Wohnungsbau. Lisbachs Fazit lautete: „Die Stadt braucht eine starke grüne Fraktion, die weiter Impulse setzt und Initiativen einbringt.“

In ihrem Redebeitrag erinnerte sich Staatssekretärin Gisela Splett an den Frühling vor drei Jahren, als in Stuttgart die grün-rote Koalition die Regierung übernahm. Seitdem habe sich im Land viel geändert, meinte die Karlsruher Landtagsabgeordnete der Grünen. Die Energiewende sei auf den Weg gebracht, und bei den Straßen sei der Erhalt wichtiger als der Bau neuer Trassen, führte Splett aus. Allerdings räumte die Staatssekretärin im Verkehrsministerium ein, dass das Regieren nicht ganz einfach sei. „Im Land bläst uns der Wind einer starken Opposition ins Gesicht, dennoch müssen wir an unseren Zielen festhalten“, bekräftigte sie.

Direkt aus dem Berliner Bundestag war Sylvia Kotting-Uhl zu ihren Parteifreunden gekommen. Das alles beherrschende Thema sei natürlich die Krise in der Ukraine, führte die Abgeordnete aus. „Die Kriegsgefahr ist da, deshalb müssen die friedliebenden Kräfte in Europa gestärkt werden“, betonte Kotting-Uhl. Und eine starke grüne Fraktion im Europaparlament sei gerade in diesen Zeiten deshalb besonders nötig. Eingebettet waren diese Aussagen in ein Rahmenprogramm, bei dem vier junge Artisten auftraten. Die Musik steuerte die Gruppe „El’an“ mit der Sängerin Nesrin Goldbeck bei. Deren musikalisches Konzept hörte sich so an: „Wir sind sechs Musiker aus fünf Kulturen. Wir machen Weltmusik und passen deshalb ganz gut zu den Grünen.“

Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE |