Antwort der Bundesregierung zu Herkunft des Urans in deutschen Atomkraftwerken

Kleine Anfrage und die Antwort der Bundesregierung 

Deutschland ist von Uranimporten abhängig. Der Abbau von Uran ist äußerst gefährlich und bringt massive Risiken für Mensch und Umwelt mit sich. In vielen Abbaugebieten werden Menschenrechte missachtet und massive und langanhaltende Umweltverschmutzungen billigend in Kauf genommen. Viele der uranexportierenden Staaten sind aufgrund von Problemen in der Regierungsführung und von Korruption nicht in der Lage, eine effektive Einhaltung bestehender Gesetze und Auflagen zum Schutz von Mensch und Umwelt zu garantieren. Darüber hinaus fehlt in vielen Staaten eine entsprechende Umweltgesetzgebung. So gibt es beispielsweise häufig keine Strahlenschutzgesetze oder bestehende Gesetze werden nicht umgesetzt. Atombehörden fehlen bzw. sind nicht unabhängig. Kritikerinnen und Kritiker werden eingeschüchtert, zum Teil sogar verhaftet und vor Gericht gestellt. 75 Prozent der weltweiten Uranvorräte liegen in Regionen, in denen indigene Bevölkerungsgruppen leben. Uranbergbau zerstört ihre Lebensgrundlagen und ihre Kultur, ihre heiligen Stätten und auf viele Generationen hinaus ihre Gesundheit. Auf und um Abraumhalden bleiben 80 Prozent der ursprünglichen radioaktiven Strahlung erhalten. Uran gelangt durch Inhalation von verseuchter Luft oder durch verseuchtes Trinkwasser in den menschlichen Körper und kann verschiedene Arten von Krebs und Bluterkrankungen verursachen. Diese Gesundheitsschädigungen sind Menschenrechtsverletzungen. Die Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort und die Bewohnerinnen und Bewohner naheliegender Dörfer werden diesen Menschenrechtsverletzungen in unverantwortlicher Weise ausgesetzt. …

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