Innerorts Tempo 30?

Badische Neueste Nachrichten
Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in Städten und Gemeinden ist eine alte Forderung der Grünen. Inzwischen hat eine europäische Bürgerinitiative das Thema aufgegriffen, ihr Motto „30 km/h – macht die Straßen lebenswert“. Wenn bis Ende November eine Million Unterschriften von Bürgern aus mindestens sieben EU-Ländern beisammen seien, müsse sich die Europäische Kommission mit dem Thema befassen, erläutert die Karlsruher Bundestagsabgeordnete der Grünen, Sylvia Kotting-Uhl. Sie wird deshalb im Bundestags-Wahlkampf an den Ständen Unterschriftenlisten verteilen und Bürgerstimmen sammeln. Beteiligen können sich Bürger auch via Internet unter https://de.30kmh.eu/
Nach den Worten von Sylvia Kotting-Uhl hätte Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit eine Reihe von Vorteilen. Aus Studien wisse man, dass die Anzahl und Schwere von Verkehrsunfällen abnehmen würde, Lärmbelastung und Luftverschmutzung gingen zurück. Und es würden noch mehr Autofahrer auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umsteigen, sagt die Abgeordnete.
Johannes Honné, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Gemeinderat, verweist darauf, dass auf großen Straßen weiterhin mit Tempo 50 gefahren werden dürfte. Aber die Ausnahmen müssten begründet werden. Mit Tempo 30 innerorts würde aber der Verkehrsfluss besser, so Honné, es wären weniger Ampeln notwendig und die Leute würden weniger unter Verkehrslärm leiden. Es gebe im Stadtgebiet viele Strecken, auf denen Tempo 30 sinnvoll und von den Anwohnern gewollt sei. Die Behörde halte aber an der Regelgeschwindigkeit „50“ fest. Günther Kopp
Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE | 18.06.2013

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