Jülicher Castor-Transporte sind ein überflüssiges Risiko

Pressemitteilung
Zur Entscheidung des Forschungszentrums Jülich, Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus durchzuführen, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:
Mit den bevorstehenden Castor-Transporten vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus geht die Bundesregierung bewusst unnötige Risiken ein und zeigt, dass Sicherheit bei ihr nicht an erster Stelle steht. Sie schielt auf möglichst geringe Kosten, zu Lasten der Bevölkerung.
In Deutschland finden jedes Jahr tausende Atomtransporte statt, die ein hohes Gefahrenpotenzial haben, wie eine Studie in unserem Auftrag ergeben hat. Diese Transporte müssen deutlich verringert werden. Stattdessen werden jetzt bis zu 152 weitere überflüssige Transporte durchgeführt.
Eine weitere Zwischenlagerung der Castor-Behälter in Jülich wäre bei einer Ertüchtigung des Zwischenlagers möglich gewesen. Als beherrschende Mehrheitsgesellschafterin hätte die Bundesregierung das Forschungszentrum veranlassen können, dies zu tun und den Zwischenlager-Antrag für Ahaus zurückziehen können. Offensichtlich ist es der Bundesregierung egal, dass eine beträchtliche Anzahl gefährlicher und überflüssiger Transporte durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet rollen wird.

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