Koch, Mappus und Brüderle – die Cheflobbyisten der AKW-Betreiber

Pressemitteilung
Zu den Forderungen von Roland Koch, Stefan Mappus und Rainer Brüderle zu versuchen, längere AKW-Laufzeiten am Bundesrat vorbei durchzudrücken, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen:
Die Landtagswahl in NRW war auch eine Abstimmung über die Atompläne der schwarz-gelben Bundesregierung. Ihr Ergebnis ist klar, die Menschen wollen keine längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke. Doch statt endlich zur Einsicht zu kommen und das Votum der Wähler zu respektieren, sorgen sich die Ministerpräsidenten Koch und Mappus und Wirtschaftsminister Brüderle lieber um die horrenden Gewinne der AKW-Betreiber, die jetzt vielleicht ausbleiben.
Es ist geradezu pervers, dass ausgerechnet zwei Länder-Chefs lauthals darauf bestehen, das Mitspracherecht der Länderkammer zu beschneiden. Und es ist ein Armutszeugnis, dass es keine Gegenstimmen der Vernunft im schwarz-gelben Lager gibt, die darauf hinweisen, dass sich Union und FDP mit der Atomkraft seit Jahren ein Verliererthema ans Bein binden. Viel zu lange schon machen sie Politik gegen den Willen der Bevölkerung und alleine für die Interessen der vier mächtigen Stromkonzerne.

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