Brief an das französische HCTISN (Komitee für Transparenz und Informationen im Bereich nukleare Sicherheit)

Im Rahmen der geplanten Laufzeitverlängerung der ältesten französischen AKWs (900 MW-Klasse) um bis zu 20 Jahre hatte das französische HCTISN (Komitee für Transparenz und Informationen im Bereich nukleare Sicherheit) eine öffentliche Konsultation organisiert. Eine öffentliche Beteiligung an der Festlegung der neuen Sicherheitsanforderungen für diese Anlagen nach 40 Jahre Betrieb war von September 2018 bis März 2019 möglich. Die Konsultation wurde sowohl online als in Form von Informationsveranstaltungen in den betroffenen Regionen abgehalten.

Hintergrundinformationen und Verfahren

Da weder die Hintergrundinformationen noch das Verfahren auf Deutsch verfügbar sind und der Debatte weiterhin nicht einmal eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu Grunde liegt, habe ich mich dafür entschieden, das vorgegebene Verfahren nicht einzuhalten und einen Brief auf Französisch an HCTISN zu schreiben. Somit konnte ich sowohl Kritik an den schlechten Rahmenbedingungen äußern als auch zum Vorhaben selbst. Denn deutschen Bürger drohen genauso dramatische Konsequenzen, falls es in den veralteten Anlagen zu einem Unfall oder gar GAU käme. Nicht nur kommen die französischen Reaktoren der 900MW-Klasse dem Stand von Wissenschaft und Technik längst nicht mehr nach, sondern sie liegen auch weit unter dem Standard des aktuellen EPR-Reaktors, womit der risikoreiche Weiterbetrieb grundsätzlich ausgeschlossen ist.

Mehr Infos zum Konsultationsverfahren

sind auf der Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) verfügbar.

Hier können Sie den Brief auf Französisch lesen (PDF) ….

Print Friendly, PDF & Email

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://kotting-uhl.de/site/lettre-la-haut-comit-pour-la-transparence-et-linformation-sur-la-scurit-nuclaire-hctisn/