Kleine Anfrage im Bundestag: Mängel im Schweizer Atomkraftwerk Beznau

Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage

Das Atomkraftwerk (AKW) Beznau ist das älteste noch laufende AKW der Welt und liegt in unmittelbarer Grenznähe zu Deutschland. Es hat zahlreiche Mängel und Schwächen. So gibt es laut der online zugänglichen Sachverständigen-Stellungnahme des ehemaligen Unterabteilungsleiters RS I des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Dieter Majer, „Risiko Altreaktoren Schweiz“ vom Februar 2014 Korrosionserscheinungen am Containment des Reaktors und sind die Systeme zur Brennelementlagerbeckenkühlung nicht gegen Erdbeben- und Überflutungsgefahr geschützt, obwohl nach heutigem Stand von Wissenschaft und Technik die Gefährdung sogar zugenommen hat. Weiter hat der Reaktordruckbehälter in Beznau eine zu geringe Zähigkeit. Die Schweißnähte liegen teilweise im Bereich hoher Spannungen und ihre Prüfbarkeit ist eingeschränkt.

Am 16.Juli 2015 hat die Schweizer Atomaufsicht, das Eidgenössische Nuklearinspektorat (ENSI), bekanntgegeben, dass bei Ultraschallmessungen am Reaktordruckbehälter des Atomkraftwerks Beznau 1 bewertungspflichtige Anzeigen festgestellt worden sind (vgl. auf der ENSI-Webseite den Artikel „Weitere Untersuchungen am Reaktordruckbehälter von Beznau 1 notwendig“ vom 16.Juli 2015). Die Betreiberin Axpo hat einen entsprechenden Bericht übermittelt.

weiterlesen in der Drucksache 18/5792

 

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