Menschenkette für Atomausstieg

Pressemitteilung
Zur Menschenkette am 12. März 2011 erklärt Sylvia Kotting-Uhl MdB, Sprecherin für Atompolitik:
Nächsten Samstag wird sich eine riesige Menschenkette formieren, um ein Zeichen für den Atomausstieg zu setzen. Gemeinsam mit dem Landesvorstand von Bündnis 90/Die Grünen werde ich mich am Stuttgarter Schlossplatz in diese Kette einreihen. Gründe dafür gibt es mehr als genug:
Der Meiler in Neckarwestheim ist ein besonderes Symbol für die verfehlte Energiepolitik der Bundesregierung – er läuft als erstes Atomkraftwerk seit 10.01.11 mit geschenkten Laufzeiten. Obwohl seit 2007, als die EnBW Strommengen von Neckarwestheim 2 auf Neckarwestheim 1 übertragen wollte, eine “Mängelliste” vorliegt, wurden weder vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit noch von der baden-württembergischen Atomaufsicht Nachrüstungen gefordert. Neckarwestheim würde heute keine Betriebs­genehmigung mehr bekommen. Der Meiler muss vom Netz.
Ministerpräsident Stefan Mappus ist Top-Fan der Laufzeitverlängerung. Er plädierte für eine Verlängerung um 28 Jahre und forderte Röttgen sogar zum Rücktritt auf, weil dieser moderate Laufzeitverlängerungen wollte. Nachdem Mappus in einem einsamen Deal 45% der EnBW-Anteile zum überhöhten Preis auf Kredit in den Besitz der Landesregierung gebracht hat, ist sein besonderes Interesse am Weiterlaufen der Alt-Reaktoren bei möglichst wenig Investitionen ökonomisch verständlich.
Die Menschenkette vom Regierungssitz Baden-Württemberg zum AKW Neckarwestheim setzt ein deutliches Zeichen gegen eine falsche Atompolitik. Schwarz-gelb muss in Baden-Württemberg abgewählt werden, damit die Zukunft energiepolitisch auch im Ländle eine Chance hat.

Print Friendly, PDF & Email

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://kotting-uhl.de/site/menschenkette-fuer-atomausstieg/