Modernes Energiekonzept ohne Atomkraft

Sylvia Kotting-Uhl, die atompolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion, stellte den Besucherinnen in ihrem Neckargemünder Büro das Energiekonzept ihrer Fraktion vor.
“Im Strombereich kann es gelingen, bis 2030 vollständig auf Erneuerbare Energien  umzusteigen”  begann  Kotting-Uhl. “Es gibt Prognosen, die dies sogar noch schneller für möglich halten, wenn dem  Ausbau der Erneuerbaren Energien keine Hindernisse in Weg gestellt würden, wie dies derzeit geschieht”. Mit einem ehrgeizigen Konzept sei das Grüne Ziel zu erreichen, doch die Bundesregierung plane  bis zum Jahr 2050 nur 80 %. Sie bleibe damit noch deutlich hinter den Prognosen aus ihrem eigenen Umweltministerium zurück.
“Die  Förderung der erneuerbaren Energien ist eine Investition in die Zukunft.  Für die Sicherheit bei der Versorgung aber auch bei den Auswirkungen und Risiken der Stromproduktion,” ist Kotting-Uhl überzeugt.
: “Auch finanziell betrachtet ist  die Atomkraft ein  Konzept, das  den kommenden Generationen. unüberschaubare Lasten aufbürde.”  äußerte die grüne Landtagskandidatin Charlotte Schneidewind-Hartnagel ihr Unverständnis  als Ökonomin.
Der Atomstrom werde auf unabsehbare Zeit hohe Kosten verursachen, die schon allein durch das Problem der Atommüll-Lagerung unberechenbar seien. Die Fragen der Sicherheit und möglicherweise  auftretende Folgekosten seien bei weitem nicht in den aktuellen Strompreis eingerechnet.
“Kampagnen gegen die Photovoltaik-Umlage, die den Strompreis erhöht, verheimlichen die Tatsache, dass die Kosten für die Atomkraft  sich nicht in den Strompreisen wiederfinden. Denn eine Großteil der Kosten des Atomstroms zahlen die Verbraucherinnen über ihre Steuern,” führte Kotting-Uhl weiter aus.
Ein wichtiger  Bereich, in dem die Entwicklung für einen zügigen Ausbau einer modernen Energiepolitik beschleunigt werden könne,  liege in der Forschung. “Unsummen fließen auch heute noch in die Nuklear-Energie, dagegen sind die Investitionen im Bereich der erneuerbaren Energien verschwindend gering”, so die Abgeordnete, die auch dem Forschungsausschuss des Bundestages angehört.
“Die Grünen wollen mit ihrem Konzept die Bereiche Wirtschaftskraft – Lebensstandard – Klimaschutz zusammendenken. Dies kann und muss auch als Vorbild für andere Länder dienen” so Kotting-Uhl weiter.
Denn auch  für einen ernstgemeinten Klimaschutz seine die Erneuerbaren Energien der einzig richtige Weg. Das Verbrennen von Erdöl, Erdgas und Kohle verursache weltweit ca. 80% aller klimawirksamen Emissionen. Energieeinsparung sei  wichtig. Aber wirksamen Klimaschutz sei nur mit einem absehbaren Ende der Nutzung aller fossiler Rohstoffe möglich, d.h. vollständige Umstellung auf Erneuerbare Energien und Erneuerbare Chemierohstoffe.

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