Kotting-Uhl, MdB, Bundestag, Bündnis 90/Die Grünen, Karlsruhe

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Öffentliches Fachgespräch zu Schacht Konrad (Bericht)

Montag, den 21.07.2014 von 14 bis 18 Uhr
Deutscher Bundestag, Paul-Löbe-Haus, Raum E.200, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin
Veranstalter: Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

Darum ging’s

Für die Endlagerung von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll ist in Deutschland Schacht Konrad bei Salzgitter vorgesehen. Die Inbetriebnahme des 1989 beantragten und 2002 genehmigten Endlagers musste in den letzten Jahren wiederholt verschoben werden. Zum Einen, weil bei der Umrüstung des ehemaligen Eisenerzbergwerks in ein Endlager immer wieder unvorhergesehene Probleme auftauchen, die im Interesse der Betriebssicherheit gelöst werden müssen. Zum Anderen müssen die Planungen des Endlagerprojekts an den seit den 1990er Jahren fortgeschrittenen heutigen Stand herangeführt werden.

Das Projekt befindet sich in einem gesellschaftlichen Spannungsfeld. Einerseits ist für die erheblichen Abfallmengen, die bis dahin oberirdisch zwischengelagert werden müssen, möglichst rasch eine tragfähige dauerhafte Lösung geboten. Schacht Konrad ist das einzige vorgesehene und letztinstanzlich genehmigte Endlager für diesen Atommüll, Andererseits verweisen die KritikerInnen des Projekts zu Recht darauf, dass Konrad nicht in einem vergleichenden Suchprozess ausgewählt wurde und dass bei dem Projekt eine der inzwischen weitgehend konsensual aufgestellten Anforderungen an die Endlagerung hochradioaktiver wärmeentwickelnder Abfälle – nämlich die Rückholbarkeit oder Bergbarkeit – nicht gilt.

Gemeinsam mit Experten diskutierten wir die Herausforderungen und Zweifel an Konrad und gingen der Frage nach, ob nach heutigem Erkenntnisstand eine Einlagerung von Atommüll in Schacht Konrad sicherheitstechnisch verantwortbar erscheint.
Ein Bericht über das Fachgespräch wird an dieser Stelle in den kommenden Wochen folgen.

2014-07-21_referentInnen_fg_konrad

Die ReferentInnen (von links nach rechts): Andreas Knoblauch (Stadtratsmitglied Salzgitter), Dr. Hannes Wimmer (GNS), Dr. Jörg Tietze (BfS), Minister Stefan Wenzel (Niedersachsen), Gerrit Niehaus (Umweltministerium Baden-Württemberg), Sylvia Kotting-Uhl Mdb, Dr. Julia Verlinden MdB, Wolfgang Neumann (intac Hannover GmbH)

PROGRAMM

14.00 Begrüßung und Einführung
Sylvia Kotting-Uhl MdB, Sprecherin für Atompolitik, Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

14.15 Endlager Konrad – Stand der Errichtung
Dr. Jörg Tietze, Bundesamt für Strahlenschutz
der Vortrag als PDf-Datei…

14.35 Rückholbarkeit / Bergbarkeit aus Endlager Konrad
Dr. Hannes Wimmer, Gesellschaft für Nuklearservice
der Vortrag als PDF-Datei…

15.00 Diskussion mit Publikumsbeteiligung
Moderation: Dr. Julia Verlinden MdB, Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

15.30 Pause

15.45 Perspektive Vor Ort
Andreas Knoblauch, Salzgitter
– der Vortrag als PDF-Datei…

16.00 Herausforderungen bei der Lagerung radioaktiver Abfallstoffe
Stefan Wenzel, Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz
– keine Vortragsfolie, freie Rede

16.20 Kritische Betrachtung des geplanten Endlagers Konrad
Wolfgang Neumann, intac Hannover GmbH
der Vortrag als PDF-Datei…

16.40 Schwach- und mittelradioaktive Abfälle – Status Quo und Herausforderungen aus der Sicht Baden-Württembergs
Gerrit Niehaus, Baden-Württembergisches Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft
der Vortrag als PDF-Datei…

17.00 Diskussion mit Publikumsbeteiligung
Moderation: Dr. Julia Verlinden MdB
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion

17.45 Fazit
Sylvia Kotting-Uhl MdB

18.00 Ende der Veranstaltung