Oettinger macht sich zum Handlanger der Atomlobby

Pressemitteilung
Zum Entwurf des “Energie-Fahrplan 2050” des EU-Energiekommissars Günther Oettinger erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:
Energiekommissar Oettinger macht in Brüssel dort weiter, wo er als ehemaliger Ministerpräsident in Stuttgart aufgehört hat: Er setzt sich kontinuierlich für die Atomkraft ein und nutzt dabei die ewig gleichen Vorwände und Schreckgespenster der Atomlobby.
Vor ein paar Wochen stellte er die Versorgungssicherheit infrage, um den deutschen Atomausstieg madig zu machen. Nun muss die angebliche Sorge um den Klimawandel herhalten. Ähnlich argumentierte schon der frühere bayrische Ministerpräsident Strauß, der die Deutschen alarmierte, die Lichter würden ausgehen, wenn nicht sofort Dutzende neuer Atomkraftwerke gebaut würden. Und die nukleare Klimarettung propagierte das Atomforum bereits in den achtziger Jahren.
Dass die Atomlobby seit jeher ein Allheilmittel in der Atomkraft sehen will, überrascht kaum. Doch ein Energiekommissar, der auch nach der Atomkatastrophe von Fukushima die Risiken der Atomkraft nicht begreifen will und nicht versteht, dass die Atomkraft die notwendige Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien blockiert, ist völlig fehl am Platz.
Ein Achtziger-Jahre-Argument der Atomwirtschaft hat Günther Oettinger bislang noch ausgelassen. Nämlich, dass die Deutschen ohne die Atomkraft frieren müssten. Vielleicht etwas für die Weihnachtszeit?

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