Radikale Umweltpolitik

Einladung 6. Dezember 2018 in Karlsruhe

Um 19 Uhr “Grünes Zimmer”, Redtenbacherstr. 10-14

Viel zu lange wurde nichts oder viel zu wenig gegen immer drängendere Umweltprobleme getan – weltweit, aber auch bei uns in Deutschland. Der frühere Vorreiter bei Klima- und Umweltschutz sitzt heute in der Zuschauerreihe. Klimakrise, Insektensterben, Plastikvermüllung der Meere stellen sich inzwischen in einer Radikalität, auf die es irgendwann keine adäquaten Antworten mehr geben wird. Inselstaaten fürchten ihren Untergang bei steigendem Meeresspiegel. Meeresforscher berechnen für 2050 mehr Plastik im Meer als Fisch. In China werden heute schon Obstplantagen von Hand bestäubt.

In Deutschland haben in diesem Sommer nicht nur die Landwirte, sondern jede und jeder eine Ahnung davon bekommen, dass sich etwas grundsätzlich ändert. Die Bundesregierung schiebt notwendige Maßnahmen weiter vor sich her. Aber in dieser Generation wird sich entscheiden, ob wir die radikalen Umweltprobleme hinnehmen oder endlich anpacken: mit dem Ausstieg aus Kohle und Massentierhaltung, der Bekämpfung der Plastikflut, dem Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare und emissionsfreie Autos.

Gute ökologische Politik ist immer auch soziale Politik. Es ist falsch, den Erhalt von Arbeitsplätzen, die Umwelt zerstören, für sozial zu halten. Notwendiger Strukturwandel darf nicht aufgeschoben, sondern muss gestaltet werden. Überall auf der Welt sind es die Ärmsten, die zuerst den Preis für Umweltzerstörung zahlen: In Deutschlands Städten, wo die billigsten Wohnungen an den lautesten Straßen mit der schlechtesten Luft liegen ebenso wie in den ärmeren Ländern des globalen Südens, in denen zunehmende Dürren oder Extremwetter immer mehr kleinbäuerliche Existenzen vernichten.

Sylvia Kotting-Uhl, Karlsruher MdB und Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag, diskutiert mit Ihnen, was zu tun ist.

Es muss radikal sein.

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