Soziale Themen und Energiepolitik im Fokus

Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE
Katrin Göring-Eckardt sprach vor Durlacher Karlsburg


FÜR GRÜNE POLITIK stehen Gisela Splett, Katrin Göring-Eckardt und Sylvia Kotting-Uhl (von links). Foto: jodo
kab. „Ist das ein schöner Platz hier“, sagte Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen, die gestern im Rahmen ihrer Wahlkampftour unter dem Motto „Deutschland ist erneuerbar“ nicht nur in der Redaktionskonferenz der Badischen Neuesten Nachrichten (siehe Politik), sondern auch auf dem Vorplatz der Durlacher Karlsburg Station machte. Auf Einladung des Durlacher Ortsvereins von Bündnis 90/Die Grünen sprach Göring-Eckardt beim „Durlacher Sommerabend“ zu Themen wie soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung. „Durlach ist ein gutes Pflaster für grüne Politik“, bestätigte Hildegund Brandenburg, Vorsitzende des Ortsvereins, der prominenten Gastrednerin in ihren Begrüßungsworten. „Hier in Karlsruhe wurden in den vergangenen Jahren viele grüne Ziele erreicht. Doch jede Wahl ist eine neue Herausforderung – und am 22. September gilt es, die aktuelle Bundesregierung abzuwählen.“ Sie persönliche begrüße Göring-Eckardts vorrangiges Wahlkampf-Thema „Armutsbekämpfung“ sehr: „Es ist wichtig, dass grüne Politik auch soziale Themen gezielt anspricht“, betonte Brandenburg. „Denn leider werden wir Grüne immer noch vielfach auf die Themenkomplexe Ökologie und Friedensbewegung reduziert.“ Doch bevor Katrin Göring-Eckardt sprach, wandte sich mit der Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl die Karlsruher Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl an das Publikum. Im Zentrum ihres Redebeitrags stand die Energiepolitik, die ihr als atompolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion besonders am Herzen liegt. „Ich möchte diese Funktion auch nach dem 22. September ausüben“, so Kotting-Uhl. „Und ich verrate Ihnen allen auch warum: Weil der Atomausstieg bislang nicht vollzogen wurde.“ CDU und FDP seien nach Kräften darum bemüht, in Sachen Atomausstieg auf die Bremse zu treten. „Ausstieg aus der Atomkraft bedeutet Minimierung der Risiken in noch laufenden AKW, Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen für AKW in deutschen Nachbarstaaten und vor allem auch die Streichung von öffentlichen Geldern für Forschung in diesen Technologien“, betonte Kotting-Uhl.

Katrin Göring-Eckardt eröffnete ihren Vortrag mit dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel häufig gebrauchten Wort „alternativlos“. „Sie alle haben am 22. September die Möglichkeit, alternativ zu wählen“, sagte sie. „Sie haben es in der Hand diese Regierung, die in so vielen Bereichen das Handeln verweigert, abzuwählen.“ Insbesondere im Bereich Energiepolitik warb sie um Vertrauen: „Wir Grünen haben in diesem Bereich die meiste Erfahrung – wir können das!“, so Göring-Eckardt.
„Und auch in der Sozialpolitik kann ich Ihnen versprechen, dass wir umsetzen werden, was wir uns vorgenommen haben: Den gesetzlichen Mindestlohn einführen, ein gerechtes Bildungssystem schaffen und ein Gesundheitssystem etablieren, das nicht länger in eine Zwei-Klassen-Medizin mündet.“

Print Friendly, PDF & Email

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://kotting-uhl.de/site/soziale-themen-und-energiepolitik-im-fokus/