Staatliche Hilfe für Fukushima zeigt: AKW-Betreiber müssen Haftungs-Vorsorge verbessern

Pressemitteilung
Anlässlich des Hilfspakets der japanischen Regierung für die havarierte Atomanlage Fukushima erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:
Diese Hilfsmaßnahme ist eine längst überfällige Reaktion auf das konstante Versagen des Betreibers TEPCO. Bereits zu Beginn des Unfalls hat TEPCO die Situation nicht in den Griff bekommen und daran hat sich auch zweieinhalb Jahre später rein gar nichts geändert. Im Gegenteil: Die Situation wird von Tag zu Tag schlimmer.
Die Katastrophe von Fukushima beweist nicht nur, dass ein atomarer Unfall unbeherrschbar ist, sondern auch, dass schleunigst die Haftungs-Vorsorge der AKW-Betreiber – auch in Deutschland – verbessert werden muss! Sonst bleibt zu guter Letzt immer der Staat und somit auch die SteuerzahlerInnen auf den Kosten sitzen.
Abzuwarten bleibt, ob die 360 Millionen Euro überhaupt ausreichen werden, um die Situation nachhaltig in den Griff zu bekommen oder ob sie letztendlich nur das Pflaster auf einer klaffenden Wunde sind. Hoffentlich ist Ministerpräsident Shinzo Abe klar geworden,  dass Atomkraft keine kostengünstige Alternative für die Stromerzeugung  ist und er sich deshalb konsequent gegen das Wiederanfahren der immer noch abgeschalteten Atomkraftwerke aussprechen wird.

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