Statement zu längeren Laufzeiten für Atomkraftwerke

Statement

Zum heutigen Vorstoß von Joachim Pfeiffer (CDU), der längere Laufzeiten für Atomkraftwerke für denkbar hält, erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Vorsitzende des Umweltausschusses:

“Das Manöver von Joachim Pfeiffer ist unsäglich. Er handelt aus reiner Angst oder aus Unwillen, die Energiewende endlich anzugehen. Doch Deutschland hat den Atomausstieg nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima entschieden, einen rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien ermöglicht und stellt somit in Europa den Vorreiter. Jetzt Atomkraftwerke wieder ins Netz zu nehmen, wäre sowohl  aus ökologischer wie aus ökonomischer Sicht Unsinn. Herr Pfeiffer sollte lieber dafür sorgen, aufgebaute Hürden beim Ausbau der Erneuerbaren wieder abzubauen anstatt energiepolitisches Chaos zu produzieren.

Wer jetzt den Konsens beim Atomausstieg aufkündigen will, spielt ein gefährliches Spiel. Den Ausstiegskonsens zu brechen, würde auch den Konsens zur Lösung der Endlagerfrage zerstören. Das ist verantwortungslos gegenüber nachfolgenden Generationen und den vielen Menschen, die neben Zwischenlagern für hochradioaktiven Atommüll leben.”

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