Suche nach dem Endlager

Badische Neueste Nachrichten

Karlsruhe/Philippsburg (BNN). Die gesellschaftlich elementar wichtige Lösung des Atommüllproblems darf nicht an der Aufrechterhaltung von rund hundert Arbeitsplätzen im Salzstock Gorleben scheitern, auch wenn die Politik die Sorge der beschäftigten um ihre Arbeitsplätze ernst nehmen müsse. Diese Ansicht vertritt die Karlsruher Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl angesichts der anstehenden Entscheidung des Bundesumweltministeriums über einen neuen Hauptbetriebsplan für das Bergwerk Gorleben. Umweltministerin Hendricks müsse für eine weitestmögliche Reduzierung des Ungleichgewichts sorgen, das zwischen Gorleben und allen anderen potenziellen Standorten besteht. Es sei für das Verfahren der Endlagersuche notwendig, dass sie die sich bietende Chance nutzt und den schwarzen Fleck Gorleben auf der weißen Landkarte, von der für den Neustart der Endlagersuche geredet wird, wenigstens zu einem grauen macht, schreibt Kotting-Uhl in einer Pressemitteilung.

In diesem Zusammenhang macht die Grünen-Politikerin nach einer BNN-Berichterstattung deutlich, dass die mögliche Einlagerung von Castor-Behältern mit Atommüll aus Frankreich in Deutschland Teil eines von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossenen Gesetzes ist. Für Philippsburg gehe es dabei um fünf Castoren – im Unterschied zu 50, wenn die Laufzeitverlängerung 2010 nicht zurückgenommen worden wäre. Im übrigen befinde sich in den Castoren aus La Hague auch Atommüll aus Philippsburg. Nach der Wiederaufarbeitung sei dieser er nicht mehr zu trennen von dem Müll der anderen deutschen Reaktoren von EnBW, Eon, RWE und Vattenfall.

Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | AUS DER REGION | 08.07.2014

 

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