Sylvias Frauen-Frühstück

Den Auftakt zum diesjährigen internationalen Frauentag machte Sylvia Kotting-Uhl am 3. März mit ihrem „Frauenfrühstück“ im Besitos. Frauen aus Karlsruhe und dem ganzen Landkreis trafen sich bei Croissants und Kaffe zum Netzwerken und lockeren Austausch über Genderthemen, die durch die aktuelle Sexismusdebatte eine zusätzliche Brisanz erfahren haben. Sexismus kann man am besten verhindern, wenn Männer und Frauen auf Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt zusammenarbeiten . Dass das funktioniert, auch wenn immer wieder mal darum gerungen werden muss, haben die Grünen vorgemacht – und vorgelebt.


 
In Ihrem Begrüßungsstatement betonte die Abgeordnete, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz oben auf der Agenda der Grünen stehe. Was die Familienministerin Schröder dazu beigetragen habe, sei eine Rolle rückwärts: Frauen dafür finanziell zu belohnen dass sie staatliche Betreuungsstrukturen nicht nutzten, sei einfach unverständlich.
 

 
Auch die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen und die systematisch niedrigere Einstufung von „typischen“ Frauenberufen steht weiter in der grünen Kritik: dass z.B. Hebammen berufspolitische Strukturen vorfinden, in denen sie finanziell nicht überleben geschweige denn ihre Existenz sichern können, ist ein Unding angesichts der Bedeutung, die diesem Beruf eigentlich in einer Gesellschaft zustehen sollte. Weitreichende strukturelle Veränderungen in der Arbeitswelt sind nur umsetzbar, wenn tatsächlich mehr Frauen in Führungspositionen die Marschrichtung vorgeben. Mit anderen Worten: die gesetzliche Quote ist erforderlich! Dass die Flexiquote, bei der es um Freiwilligkeit geht im Ansatz zum Scheitern verurteilt ist, haben viele Beispiele gezeigt, in denen es um die so genannte Selbstverpflichtung in der Wirtschaft ging. Signifikante Verbesserungen sind hier nach wie vor nicht in Sicht. Wohin es führt, wenn überwiegend Männer in der Wirtschaft den Ton angeben, hat nicht nur die Finanzkrise gezeigt. Auch Stuttgart 21 ist ein schönes Beispiel für ein männliches Aufsichtsratsdenken in den Kategorien „schneller, höher weiter“. Fazit: es ist noch viel zu tun und die Frauenpolitik ist nach wie vor kein Gedöns sondern ein wichtiges politisches Querschnittthema!

– Text von Ulrike Maier –

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