Tschernobyl: Viele ungeklärte Fragen

Pressemitteilung
Anlässlich des morgigen Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Sprecherin für Atompolitik:
Bereits zum 28. Mal jährt sich die verheerende Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Auch nach so vielen Jahren sind die Folgen der Havarie nicht im Ansatz bewältigt. Immer wieder gibt es Verzögerungen am Bau des neuen Einschlusses. Schuld daran sind fehlende finanzielle Mittel und die Verwendung minderwertiger Materialien. Deutschland als einer der Geldgeberstaaten hat keine detaillierte Einsicht in die Finanzen. Die Gelder müssen zielgerichtet und transparent verwendet werden, damit Sicherheitsdefizite schnell behoben werden können und sich nicht verschlimmern. Die Kontrollen müssen deutlich verschärft werden. Die Bundesregierung muss verlangen, bessere Einsicht in die finanzielle Lage vor Ort zu bekommen.
Durch die Fertigstellung des neuen Einschlusses wäre jedoch nur ein akutes Problem gelöst. Mehr Sicherheit für die Menschen gibt es erst, wenn auch die hochradioaktiven Altlasten endlich beseitigt worden sind. Doch weder für die Entnahme der kontaminierten Materialien noch für deren Endlagerung gibt es ein langfristiges Konzept. Damit wird die Ukraine allein gelassen. Die momentane Situation im Land verschärft auch die Gefährlichkeit von Tschernobyl. Wenn die Arbeiten am Sarkophag schon so lang dauern, stellt sich die Frage, wie lang die Menschen in der Ukraine und Belarus mit der strahlenden Gefahr im Inneren noch leben sollen? Die Bundesregierung muss sich hier aktiv für eine Verbesserung der Lage einsetzen.
 


 

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Antworten der Bundesregierung

 
 
 
 
 

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