Uran

Nachdem Angela Merkel beim Atomgipfel in Washington versprochen hat, sich zur Terrorabwehr für die Nicht-Verbreitung von Nuklearmaterial einzusetzen, habe ich eine schriftliche Frage zur geplanten Umrüstung des mit hoch angereichertem Uran bzw. Plutonium betriebenen Forschungsreaktors München II (FRM II) gestellt.
Der Forschungsreaktor unterläuft mit seinem enormen Bedarf an Nuklearmaterial bereits seit geraumer Zeit das von Deutschland unterzeichnete Internationale Proliferationsabkommen. Aus der Antwort der Bundesregierung geht hervor, dass die Umrüstung auf Uran geringerer Konzentration nun auf “die zweite Hälfte des nächsten Jahrzehnts” verschoben werden soll. Die ursprünglich für Dezember 2010 zugesagte Minderung waffenfähigen Urans für den Betrieb des FRM II unter 50 % wird damit klammheimlich um mindestens 15 Jahre verschoben.
46 Staaten waren Barack Obamas Einladung Mitte April gefolgt, um über die vielfältigen Bedrohungen durch ziviles und militärisches Atommaterial zu sprechen.
 
Urananreicherung in Deutschland
In der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage Gronau kam es zu einem schweren Unfall. Was daraus für die Behörden zu lernen ist: eine Uranfabrik ist kein Gummibärchenladen. Zusammen mit meinem NRW-Kollegen Oliver Krischer verfolge ich den Fall.

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