Urananreicherungsanlage Gronau zeigt: Lagerung radioaktiver Stoffe ist gefährlich

Pressemitteilung
Zum Zwischenfall in der Urananreicherungsanlage im nordrhein-westfälischen Gronau erklären die atompolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Sylvia Kotting-Uhl und der NRW-Bundestagsabgeordnete Oliver Krischer:
“Der Zwischenfall in der Urananreicherungsanlage Gronau zeigt, dass der Umgang mit radioaktiven Stoffen nicht verharmlost werden darf. Ein Mitarbeiter der Urenco wurde verstrahlt und ist in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Bisher konnte der Betreiber Urenco nicht erklären, wie es zu diesem Zwischenfall kam. Die Urananreicherungsanlage in Gronau ist eine der größten weltweit. Urenco erweitert bereits die Kapazitäten und Lagerflächen bis zu einer Jahreskapazität von 8.000 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid. Derzeit lagern bereits über 3.200 Tonnen abgereichertes Uranhexafluorid in Gronau, wie aus der Antwort vom 14. Dezember 2009 der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor geht.
Wir fordern die verantwortlichen Behörden auf, umgehend eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle schnellstmöglich einzuleiten. Es muss geklärt werden, ob und wenn ja welche Sicherheitsmaßnahmen nicht beachtet wurden. Danach sind je nach Ergebnis Konsequenzen zu ziehen.”

Print Friendly, PDF & Email

Permanentlink zu diesem Beitrag: https://kotting-uhl.de/site/urananreicherungsanlage-gronau-zeigt-lagerung-radioaktiver-stoffe-ist-gefaehrlich/