Vorstellung des französischen Zehnjahres-Plans zur Energiewende

Presse-Statement

Zur Vorstellung eines Zehnjahres-Plans zur Energiewende durch den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Vorsitzende des Umweltausschusses:

„Die Pläne des französischen Staatspräsidenten Macron zur Reduzierung der Atomkraft sind ambitionslos und weisen in die falsche Richtung. Die Reduktion auf 50 Prozent wird um weitere zehn Jahre nach hinten verschoben, insbesondere hinter seine Amtszeit, was die neuen Zahlen weiter entwertet. Ob tatsächlich beide Reaktoren des ältesten französischen Atomkraftwerks Fessenheim 2020 geschlossen werden sollen, bleibt abzuwarten.
Und zum zweiten grenznahen Atomkraftwerk Cattenom gibt es gar keine konkrete Aussage. Ein Weiterlaufen Cattenoms bis mindestens 2025, wenn die nächsten Reaktoren vielleicht vom Netz gehen sollen, ist aus deutscher Sicht völlig inakzeptabel.
Die Bundesregierung muss alles daran setzen, die Atom-Gefahr an der deutschen Grenze endlich zu beenden. Sie muss Frankreich verstärkt Energiewende-Kooperationen anbieten und die Sicherheitsdefizite thematisieren. Es braucht selbstbewusste Taten und keine neuen, leeren Versprechungen.

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