Antrag: Zwei Jahre Fukushima – Ohne ehrlichen Atomausstieg keine erfolgreiche Energiewende

Antrag

Der Bundestag wolle beschließen:

I. Der Deutsche Bundestag stellt fest:
Am 11. März 2011 kam es infolge einer tragischen Naturkatastrophe zu der wohl schwersten zivilisatorisch bedingten Katastrophe der letzten Jahrzehnte. Auf eine verheerende Flutwelle, die über 15 000 Menschen das Leben kostete, folgte die Atomkatstrophe von Fukushima, die mehr als 100 000 Menschen zwang, ihr Heim zu verlassen, und zu großflächigen Kontaminationen von Böden, Wäldern und Gewässern führte. Der Deutsche Bundestag gedenkt der Opfer.

Die Atomkatastrophe von Fukushima wurde zur Zäsur der Atomkraftnutzung. Vor den Augen der Welt wurde das Restrisiko zur Realität und das Unfassbare offensichtlich: Selbst ein Hochtechnologieland wie Japan war mit der atomaren Notlage hoffnungslos überfordert und konnte die fortschreitenden Kern- schmelzen nicht verhindern. Betreiber und Behörden ließen die betroffenen Menschen in der Region lange im Unklaren über die Gefahren, denen sie ausgesetzt waren.

Zwei Jahre sind seitdem vergangen. Noch immer sind Böden, Wälder und Gewässer kontaminiert und Betreiber wie Behörden überfordert. So lagern beispielsweise in einem Abklingbecken der havarierten Anlage noch immer mehr als 1 500 hochgefährliche Brennelemente nahezu ungeschützt. Die not- dürftigen Stabilisierungsarbeiten bieten keinen verlässlichen Schutz davor, dass ein erneutes Beben die Konstruktion zum Einsturz bringt oder das Becken leck schlägt.

der komplette Antrag als PDF-Datei…

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