Zweifel an Gorleben schon 1981 aktenkundig

Pressemitteilung

Zur Vernehmung des früheren niedersächsischen Sozialministers Hermann Schnipkoweit im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss Gorleben erklärt Sylvia Kotting-Uhl, Obfrau und Sprecherin für Atompolitik:

Die Behauptung der CDU, es gebe keine begründeten Zweifel an der Eignung des Salzstocks Gorleben als Atommüll-Endlager, ist nicht mehr aufrecht zu erhalten. Das hat die Vernehmung des von der CDU benannten Zeugen Hermann Schnipkoweit erneut bestätigt.

Schnipkoweit war als Sozialminister in Niedersachsen zuständig für atomrechtliche Genehmigungen. Im Ausschuss bestätigte Schnipkoweit, dass er einen Vermerk seines Hauses an den damaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht abgezeichnet und weitergeleitet hat, aus dem eindeutig Zweifel an der Eignung des Salzstocks hervor gehen.

In dem Vermerk vom 3. Juli 1981 heißt es: “Sowohl die hydrogeologischen Gegebenheiten im Deckgebirge als auch der innere Aufbau des Salzstocks bestätigen die bereits früher geäußerten Zweifel an der Eignung des Salzstocks, zumindest für die Einlagerung wärmeentwickelnder (hochaktiver) Abfälle.”

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