Zweite Rheinbrücke im Bundesverkehrswegeplan: "Völliger Unsinn"

Badische Neueste Nachrichten
Wellenreuther kritisiert SPD / Kotting-Uhl sieht „lautstarke Lobbyarbeit“
BNN – Die Zweite Rheinbrücke im Bundesverkehrswegeplan, die Nordtangente nicht – das hat auch gestern weitere Politikerreaktion ausgelöst. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther weist Äußerungen der SPD-Gemeinderatsfraktion zurück. „Die Aussage, dass die CDU Karlsruhe und meine Person mit der angeblichen Forderung nach einem Hardtwalddurchstich jetzt allein auf weiter Flur stünden, ist völliger Unsinn. Eine solche falsche Behauptung kann vom Fraktionsvorsitzenden der SPD nur wider besseren Wissens oder aus totaler Unkenntnis aufgestellt worden sein“, erklärt Wellenreuther.
Ein Hardtwalddurchstich werde durch die CDU Karlsruhe seit ewigen Zeiten nicht mehr und durch ihn selbst noch nie gefordert. „Zur Verkehrsentlastung unserer Bürger und unserer Stadt fordern die CDU Karlsruhe und ich persönlich den Bau einer zweiten Rheinbrücke und eine Nordumfahrung Karlsruhes,“ so Wellenreuther, der auf die „Hängebauchlösung“ und eine Tunnellösung für den Hardtwald verweist. Der Bund und Bundesverkehrsminister Dobrindt hätten die Nordtangente nicht gestrichen, sondern sie nicht aufgenommen, weil die grün-rote Landesregierung sie nicht gemeldet habe.
Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Sylvia Kotting-Uhl bezeichnet die Einstufung der zweiten Rheinbrücke als „eher das Ergebnis lautstarker Lobbyarbeit als eines angemessenen Kosten-Nutzen-Verhältnisses“. Der vorliegende Verkehrswegeplan enthalte viel zu viele Projekte. Das Geld werde längst nicht für alle reichen. Die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Rheinquerung stehe für sie außer Frage. Eine neue Brücke werde aber keine Probleme lösen.
Quelle: Badische Neueste Nachrichten | Karlsruhe | KARLSRUHE | 19.03.2016 | Seite 29

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